Unser Hexentanz

Das Narrennest der Hexen von Kirchzarten ist nach der Figur der Brigitti-Hex, einer Volkssage aus dem Dreisamtal, entstanden. Die Brigitti-Hex taucht zu Beginn der Fasnet aus ihrem Versteck, im Giersbergwald, auf und wird mitten im Dorf, am Abend des „Schmutzigen Dunschdig“ auf ihren Tron zum Zeichen, dass sie über die Fasnetzeit regiert, erhoben. Am Fasnetdienstag-Abend wird sie unter lautem Trauergeheule am Narrenbrunnen verbrannt. Der Hexentanz wird zur Feier ihrer Inthronisation am Abend des Schmutzige Dunschdig im Kurhaus getanzt.

Zu Beginn sitzt der Oberteufel mit seinen vier Gesellen wie schlafend am Boden. Doch die Lockhexe naht und versucht mit ihrem Besen die Teufel zu wecken. Selbst durch entflammen des Hexenfeuers lassen sie sich nicht stören. Jetzt schwingt die Lockhexe ihren Besen und winkt Hilfe herbei. Nach dumpfen Klängen kommen in zwei Reihen die restlichen Hexen herein. Drohend schwingen die Hexen ihre Besen und auf einen gemeinsamen Schlag, springen die Teufel auf um sich auf die Ruhestörer zu stürzen. Der Kampf ist in vollem Gange als plötzlich ihr gemeinsamer Feind, der Winter, auf dem Platz erscheint. Mit furchterregender Totenmaske stürmt er herein und fegt mit großen Hieben die Hexenschar von der Bühne. Doch die Teufel und die Lockhexe lassen sich nicht vertreiben. Unterstützt von den zurückeilenden Hexen, vertreiben sie gemeinsam den Winter und vollführen zu den Klängen des Narrenmarsches einen Freudentanz über den endgültigen Sieg.